0:00: Liebe Freunde des Rundleder-Kicks! Die Vorfreude auf das heutige Halbfinalspiel könnte auch bei mir kaum größer sein, denn man weiß aus vergangenen Tagen:
Tschechien und
Italien schenken sich nichts. Es hat im Vorfeld der Partie etwas geregnet, Flachschüsse könnten daher ein probates Mittel sein. Wir werden sehen, wie die Teams mit dem nassen Rasen zurechtkommen werden.

15:31:
Tschechien hat den Ball.
Ján Stipek läuft zwei Schritte mit dem Ball und schießt ihn anschließend mit entschlossener Miene hoch und weit nach vorne. Das schmeckt dem Trainer.
Marián Matuska weniger, er wäre frei gestanden. Technisch versiert stoppt
Jan Bendik den Ball - und das unter starker Bedrängnis. Kettenhund
Primo Artuso lässt ihm keinen Zentimeter Raum. Es gelingt ihm aber, seinen Gegenspieler und
Zaro Petrillo abzuschütteln. Sofort sucht er den schnellen Weg in Richtung Tor. Geht da was? An der Strafraumgrenze angekommen, legt er für
Zborov Hrabak quer, der sofort abzieht, das Tor aber deutlich verfehlt.

43:15:
Ján Stipek wird in der eigenen Hälfte zu Fall gebracht und bekommt den Freistoß. Der Trainer fordert: "Nach vorne damit!" Er führt ihn selbst aus und gibt erstmal an
Boris Patera ab. Letzterer passt zu
Jan Bendik, der viel Raum hat. Hat er auch das Auge für die freien Mitspieler? Er läuft erstmal quer über den Platz. Der Trainer brüllt erneut: "Haut das verdammte Ding nach vorne!" Jetzt kommt der hohe Ball in die Spitze. Endlich.
Radan Busta steigt hoch, kommt aber nicht mehr richtig an den Ball.
Renato Vitali erkennt die Situation rasch und eilt aus dem Kasten - mit Erfolg.
45:00: Halbzeit
50:07: Der Trainer nimmt
Jan Bendik vom Platz.
Otto Holec soll nun neuen Elan in die Begegnung bringen.
52:40: Dieser Wechsel hat sich angekündigt,
Ján Stipek verlässt den Platz.
Dobroslav Stich heißt der neue Mann im Spiel. Bringt er neuen Schwung rein?
54:06: Dieser Wechsel hat sich angekündigt,
Bruno Anderle verlässt den Platz.
Vladko Juracek wärmt schon eine ganze Weile auf und kommt nun endlich zu seinem Einsatz.
54:30:
Melino Tamburros Füße wirken bereits schwer wie Blei, der Trainer nimmt ihn vom Feld. Mit
Giampaolo Leombruno soll nun frischer Wind ins Spiel kommen.
56:37: Der Arbeitstag von
Primo Artuso ist zu Ende.
Wilmo Marsella heißt der neue Mann im Spiel. Bringt er neuen Schwung rein?
58:29: Dieser Wechsel hat sich angekündigt,
Cesidio Danieli verlässt den Platz. Neu ins Spiel kommt
Brizio Carone.

58:56: Einwurf durch
Giampaolo Leombruno.
Vanio Previte nimmt den Ball an und ist voller Tatendrang. Der Trainer fordert weite Bälle nach vorne. Stattdessen spielt er aber erstmal kurz zu
Brizio Carone ab. Der läuft wenige Schritte, gibt an
Sestilio Del Greco weiter und der spielt den Ball hoch in den gegnerischen Sechzehner.
Boris Patera und
Marián Matuska haben da zu lasch attackiert. Der Torwart hat die Situation allerdings rasch erkannt, stürmt entschlossen aus seinem Kasten und fängt mühelos.
Tschechien kontert, jetzt ist Pfeffer drin.
Vladko Juracek führt den Ball in die gegnerische Hälfte und macht gehörig Tempo. Er stürmt auf den Strafraum zu und wird kaum attackiert. Vor allem
Sestilio Del Greco scheint nicht gewillt, einzugreifen.
Boris Patera schaltet sich ebenfalls ein. Er lässt
Zaro Petrillo ganz schön alt aussehen und hat freie Bahn auf dem Weg zum Tor.
Renato Vitali stürmt aus dem Tor. Querpass zu
Ludvík Karban, der nur noch einschieben muss und mitten ins Tor trifft!
Neuer Spielstand
Heim 1:0 Gast

64:47: Geil, wie hier die Luzi abgeht! Die Fans feiern ihre Mannschaft, mittlerweile stehen sogar die Besucher in den V.I.P-Bereichen.
81:44:
Giampaolo Leombruno späht auf einen weiten Ball, vorne steht aber niemand wirklich frei, er gibt das Rundleder erstmal an
Vanio Previte weiter. Auf der Seite fordert
Sestilio Del Greco den Ball, und kriegt ihn auch. Er tanzt
Boris Patera und
Marián Matuska sehenswert aus und schlägt - zum Ärger des freistehenden
Wilmo Marsella - eine hohe Flanke in den Strafraum.
Rivo Bella und
Andrea Veneziale stehen völlig frei. Letzterer kriegt das Leder und kann es schwer aber doch unter Kontrolle bringen. Es kommt zu einem Gestocher im Strafraum. Der Ball kommt irgendwie zu
Rivo Bella, der wie aus dem nichts abzieht. Die Kugel wird gleich zweimal abgefälscht und kullert im Schritttempo über die Linie - wenn nicht der schönste, aber auf jeden Fall einer der kuriosesten Treffer des Spieltages.
Neuer Spielstand
Heim 1:1 Gast

84:16:
Vlastimír Hrabovsky liegt am Platz, er sieht wohl nur noch Sterne. Die Vorgeschichte: ein böser Ellenbogencheck von
Aldobrando Luppino.
Aldobrando Luppino sieht die Rote Karte! Der Übeltäter verlässt unter heftigen Protesten seiner Mitspieler den Platz.
90:00: 90 Minuten sind absolviert, trotzdem sind wir bislang kein bisschen schlauer aus diesem Kräftemessen geworden. Eine Verlängerung muss also her. Jetzt gilt es, die Nerven zu bewahren und den inneren Schweinehund zu überwinden, um das Halbfinale zu erreichen.

104:01:
Vladko Juracek erackert sich den Ball in der eigenen Hälfte und sucht sofort nach offensiven Anspielstationen.
Dobroslav Stich wäre da beispielsweise eine Möglichkeit.
Radan Busta erhält den Ball. Unter Bedrängnis gelingt es ihm, die Kugel geschickt abzuschirmen und sich von
Giampaolo Leombruno und
Wilmo Marsella zu lösen. Weltklasse gemacht. Mittels No-Look-Pass, wenn ich es richtig gesehen habe, spielt er den stark aufspielenden und sich immer anbietenden
Boris Patera frei. 20 Meter vor dem Kasten angekommen blickt er einmal kurz auf und sieht, dass Platz da ist.
Zaro Petrillo und
Giampaolo Leombruno stehen viel zu weit weg, jetzt muss er doch schießen. Als hätte er mich gehört, er zieht sofort ab! Der Ball wird noch abgefälscht und landet unhaltbar im Gehäuse von
Italien.
Vladimír Konecny war, wenn ich es denn richtig gesehen habe, zuletzt am Ball.
Renato Vitali war bereits am Weg in die andere Ecke. So dumm er in der Situation auch aussieht, zu halten war da nix.
Neuer Spielstand
Heim 2:1 Gast

105:00: Halbzeit der Verlängerung
113:46:
Italien ist im Besitz des Balles und versucht, kontrolliert nach vorne zu spielen.
Zaro Petrillo und
Giampaolo Leombruno halten die Kugel in den eigenen Reihen.
Sestilio Del Greco trägt den Angriff nun etwas behäbig nach vorne und gibt an
Wilmo Marsella ab. Dieser lupft den Ball völlig überraschend über die Hintermannschaft.
Vladko Juracek und
Dobroslav Stich stehen mit weit offenem Mund da und können nur staunen.
Rivo Bella kann den Ball aber nicht unter Kontrolle bringen.
Valter Urbach eilt heraus und begräbt das Leder unter sich.
117:32: Bierdusche für den Referee! Als der Mann in Schwarz am Spielfeldrand den Gäste-Sektor passiert, entladen die Fans ihre Wut am Unparteiischen. Seine Schuld ist es jedoch nicht, dass
Italien hier zurückliegt.
120:00: Ein Spiel dauert 90 Minuten. Manchmal auch 92, und heute hat's überhaupt 120 Minuten gebraucht, bis ein Sieger feststand. [MH] ringt die Gäste nach einem langen Kampf mit
2:
1 nieder. Die Trainer dürfen mit den Leitungen ihrer Schützlinge zufrieden sein. In diesem Halbfinale wurde verbissen um jeden Meter gekämpft. Ich verabschiede mich und hoffe, wir lesen uns beim Finale wieder - schönen Abend!
Endstand
Heim 2:1 Gast
Ballbesitz 1.HZ
Heim 65%:35% Gast
Ballbesitz 2.HZ
Heim 48%:52% Gast